Warum zeichne ich?

Meine Motivation zu zeichnen:

Für mich gibt es zwei sehr gute Gründe sich mit dem Zeichnen zu beschäftigen: Einen praktischen Grund und quasi das genaue Gegenteil davon!

Der praktische Grund liegt in der Möglichkeit durch eine (brauchbare) Zeichnung meine Gedanken zu visualisieren. Bei meiner Tätigkeit als Ingenieur ist es insbesondere bei der Konzeptentwicklung wichtig Ideen plastisch darzustellen. Hierbei meine ich nicht Grafiken und Kurvenscharen an ein Whiteboard zu malen (obwohl hier ein kreatives Auge auch nicht schadet) sondern tatsächlich gegenständlich zu zeichnen. Es ist ein wirkungsvolles Mittel zur gezielten Kommunikation. Anhand einer aussagekräftigen Darstellung lässt sich viel direkter, schneller und leichter vermitteln was man sich im Kopf ausgedacht hat. Und eine Grafik für die obligatorische Powerpoint Präsentation hat man nebenbei auch gleich parat. Und nach ein paar Strichen mehr mit dem Stift hat man auch gleich passende Icons fertig und muss nicht auf die ewig gleichen vorgefertigten Cliparts zurückgreifen. Zeichnen können als arbeitsrelevanter Softskill! Ein wie ich finde äußerst guter Grund es zu lernen.

Doch der für mich viel wichtigere Grund zu zeichnen ist nicht unbedingt das Gegenteil von praktisch wie ich anfangs behauptet habe: Ich kann beim Zeichnen meinen Gedanken freien Lauf lassen, weitab der rationalen Arbeitswelt die gespickt ist mit dokumentierten Prozessabläufen, effizienter Zeiteinteilung, Priorisierung von A bis C, Check- und ToDo-Listen. Im Gegensatz zu dem durchaus vorhandenen kreativeren Part meiner beruflichen Tätigkeit, welcher im Grunde eine intuitiv-kreative Verknüpfung technischer Rationalität darstellt, bin ich beim Zeichnen ausschließlich –  also zu 100% – beim Erschaffen, beim Erleben, beim Erfühlen. Ich muss niemals einen Report über meine Ergebnisse schreiben,  damit andere es verstehen. Das Ergebnis liegt schon vor mir auf der Staffelei, ist bereits ein Dokument meiner Gedankenwelt und damit ein Stück zu Papier gebrachter Persönlichkeit. Beim Zeichnen bin ich ganz bei mir, beim Zeichnen bin ich im Flow, beim Zeichnen kann ich wunderbar entspannen. Dadurch schaffe ich mir Freiraum und Ausgleich in einer durchgetakteten Welt. 

Was ist Deine Motivation zu zeichnen? Was treibt Dich an (und auf diese Seite)? 

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