Warum dieser Blog?

Meine Motivation dieses Blog zu erstellen:

Als ich das erste Mal angefangen habe zu zeichnen war das Allererste was ich eben nicht getan habe genau das – nämlich zu zeichnen. Ich wusste nicht wo ich anfangen sollte oder mit was.  Oder gar wie!
Da ich zu der Zeit im näheren Umfeld niemanden hatte, der selbst Erfahrung im Umgang mit Pinsel und Stift gehabt hat, tat ich das was ich in so einer Situation immer mache: Erstmal ein Buch kaufen.

Und zwar kaufte ich ein Buch über das Zeichnen auf der rechten Seite des Gehirns von Betty Edwards. Im deutschen trägt es den feinfühlig übersetzten Titel Das neue garantiert Zeichnen lernen. Dieses Buch ist trotz des plakativen Titels spitze. Im Grunde enthält es tatsächlich alles was man wissen muss um zeichnen zu lernen, nur wusste ich das damals noch nicht. Mir fehlten hier ausführliche Anleitungen zu diversen Techniken und dem entsprechenden Material. Schließlich gehöre ich zu den Menschen die tatsächlich Bedienungsanleitungen lesen bevor sie ein Gerät einschalten!

Etwas demotiviert nahm ich Abstand vom Zeichnen, bis ich Jahre später erneut vom Zeichenfieber gepackt wurde. Und siehe da! Das Internet war voller Menschen die einem das Zeichnen beibringen wollen. Ich bin mittlerweile ein Fan von YouTube-Videos. Es gibt meines Erachtens nichts Instruktiveres als die Entstehung einer Zeichnung zu sehen um zu verstehen was da eigentlich beim Zeichnen passiert. 

Sehen heisst wissen. Machen heisst können.

Nur hat die Sache ein bis zwei Haken: Jemandem zuzusehen wie er ein Meisterwerk erschafft hilft mir nicht wenn ich nicht mal einen halbwegs gezielten Strich zeichnen kann. Außerdem ist ein brauchbares Video meistens auch lang. Also doch lieber Bücher. Oder text- und bildbasierte Webtutorials.

Und Webtutorials gibt es einige, manche sogar in deutscher Sprache und ich habe den Eindruck, dass fast alle von professionellen Künstlern betrieben werden. Die gezeigten Übungen sehen immer richtig hammermäßig aus. Profis bei der Arbeit eben. Dadurch haben die Beiträge naturgemäß eine hohe Qualität. Und sie haben naturgemäß eine ähnliche pädagogische Herangehensweise. Da werden Kegel gemalt, Lichtquellen eingezeichnet und Schatten konstruiert. Und plopp, bereits im zweiten oder spätestens dritten Beitrag sehe ich hyperrealistisch gezeichnete Grasfelder und Zebras die einem quasi vom Papier entgegenspringen. Also für mich, jemanden leider nicht immer die Zeit hat sich intensiv mit dem Thema Zeichnen auseinander zu setzen, geht das viel zu schnell. Und der Übergang vom einfachen Apfel zum ausgefeilten Stillleben ist m.E. zu oft mit Allgemeinplätzen und sogenannten Standardübungen gespickt, welche ohne weiteren Kontext eher demotivieren, da der Sinn nicht ausreichend rüber kommt.

Vertrau mir, mache diese Kringel-Übung regelmäßig und du wirst in wenigen Wochen Erfolge sehen!

Und funktionieren diese Übungen überhaupt? Wahrscheinlich schon, man sieht es ja an den Ergebnissen der Künstler, die das ja auch schon jahrelang machen. Doch der Lernprozess dazwischen, der eigentliche „Beweis“, der fehlt.

Was ich immer gebraucht hätte wäre jemand gewesen der meinen Lernprozess begleitet und dabei berücksichtigt, dass ich kein hauptberuflicher Künstler werden will. Was mir fehlte waren Anfängertipps. Und zwar welche, die die emotionale Komponente eines Hobbys nicht ignorierten. Klar reicht ein x-beliebiger Bleistift und ein Stückchen Papier um das Zeichnen zu erlernen – aber ich will halt nunmal auch einen geilen Bleistift und geiles Papier benutzen!

Doch was ist in diesem Zusammenhang geil? Oder wenigstens gut? Wie fange ich an zu zeichnen? Was funktioniert? Was brauche ich jetzt? Was brauche ich erst später? Wie machen es andere, die gerade lernen?

Mein Blog soll Antworten auf diese Fragen geben. Indem ich Einblicke in meinen eigenen Lernprozess gebe. Indem ich meine bisherigen Erfahrungen zu einer Art Leitfaden zusammenfasse, um Einsteigern den Start zu erleichtern. Dabei werde ich sowohl Zeichentechniken, als auch Zeichenmaterialien vorstellen.

Habe ich Dein Interesse geweckt? Was erhoffst Du Dir von diesem Blog mitzunehmen? 

Eine Antwort auf „Warum dieser Blog?“

  1. Ich bin sehr gespannt deinen Blog und deinen Lernprozess hier zu verfolgen! Davon bekomme ich nämlich viel zu wenig mit und ich freue mich, dass ich nun eine Möglichkeit habe an deinem Hobby teilhaben zu können. Ganz viel Spaß und Erfolg beim Zeichnen und Bloggen 🙂

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