Lerntipp #001: Lieber oft anstatt lang

Qualität durch Quantität!

Der erste Lerntipp den ich in dieser Artikelserie gebe ist meiner Erfahrung nach der wichtigste Rat den ich einem Anfänger geben kann: Übe lieber oft anstatt lang. Damit meine ich, dass Du seltene und dafür lange Zeichensessions eher meiden solltest. Übe lieber häufiger und dafür kürzer.

Wenn es dennoch eine lange Session sein soll, dann zeichne mehrere kleine Motive oder sogar unterschiedliche Ansichten des gleichen Motivs, anstatt an einem Einzelwerk zu arbeiten. Dadurch verlierst Du Dich weniger im Detail, sondern wiederholst die gerade am Anfang wichtigen Schritte des richtigen Proportionierens. Eine gute Zeichnung beginnt mit einer guten Skizze. Und ja, Du hast richtig gelesen: Unterschiedliche Ansichten. Bildvorlagen zu benutzen ist sehr praktisch und oft auch Programm wenn man einfache Zeichenlehrbücher verwendet. Doch wenn es Dir möglich ist dann zeichne ein real vorhandenes Objekt ab. Das hat den Vorteil, dass Du es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kannst. Allein schon der selbe Blinkwinkel zu einer anderen Tageszeit wird Dir ein ganz anderes Bild vermitteln. Teste es an einem Dir vertrauten Gegenstand! Aus unterschiedlichen Winkeln betrachtet entdeckst Du vielleicht das eine oder andere, was dir bisher verborgen blieb.

Als Anfänger geht es primär nicht darum mit welchem Material man unbedingt anfangen soll, um sich dann später durch die Schwierigkeitsgrade hoch zu arbeiten. Auch nicht darum mit welcher Technik man atemberaubende realistische Zeichnungen von Tieren anfertigt. Sondern es geht am Anfang darum, seine Fähigkeiten schnell und effektiv auszubauen. Denn eine merkliche Leistungssteigerung hält die Motivation am Leben. Und Motivation ist der Schlüssel um etwas dauerhaft zu erlernen. Alles andere ist nur Methode und Technik. Der Motor der Dich antreibt ist immer ein wichtiger Bestandteil. Außerdem arbeitet nach einer Zeichensession das Unterbewusstsein noch etwas und entwickelt das Geübte quasi im Schlaf ein bisschen weiter. Das nächste Mal wenn du dich ans Zeichenbrett setzt wirst du es vielleicht schon spüren.

Wenn also zwischen zwei Sessions Wochen und Monate vergehen, wird auch Dein Fortschritt ungefähr Wochen und Monate brauchen. Und das frustriert. Und Frust lässt Dich aufgeben. Und das wollen wir ja unter allen Umständen vermeiden! 🙂 Wir wollen am Ball bleiben! Wir wollen zeichnen…

…mit Pinsel und Stift!

Wie stehst du zu „lieber oft anstatt lang“? Hast Du einen besonderen Kniff der Dich immer wieder motiviert? 

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